Fahrverbote gegen schmutzige Diesel

Am 22.02.2018 haben wir zusammen mit dem Netzwerk Fahrradfreundliche Mitte, mit der Interessengemeinschaft Leipziger Straße den Anwohnern der Kreuzung Charlottenstraße/Leipziger Straße eine viertel Stunde Ruhe und bessere Luft verschafft. Der Protest richtete sich gegen ständige Überschreitungen der Stickstoffdioxyd-Werte in Berlin. Zeitgleich tagte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zum Thema “Zulässigkeit von Fahrverboten für Diesel-Fahrzeuge in deutschen Städten als kurzfristig wirksame Maßnahme des Gesundheitsschutzes”. Statt 40 Mikrogramm/m3 werden an den meisten Stellen 50-70 gemessen. Deutschlandweit sterben dadurch nach EU-Schätzung knapp 13 000 Menschen vorzeitig. Gemäß dem Bannerspruch “Saubere Luft für Berlin – Verkehrswende jetzt!” fordern wir nicht nur sofortige Maßnahmen der Luftreinhaltung wie Fahrverbote, die blaue Plakette oder technische Nachrüstungen. Vielmehr ist eine entschiedene und sofortige Wende zu nachhaltiger und gesunder Mobilität per Pedes, per Rad und ÖPNV oder auch elektrischem Sharing-Fahrzeug nötig, damit mehr Lebensqualität für alle Berliner Bürger*innen geschaffen wird. Der Klimaschutz muss endlich ernst genommen werden. Das beschlossene „Mobilitätsgesetz“ muss dazu die Basis liefern.

Mehr dazu:
https://www.rbb24.de/politik/thema/2017/abgasalarm/beitraege/abgasalarm-Stickoxid-Werte-in-Berlin-flaechendeckend-zu-hoch.html
https://www.greenpeace.de/themen/energiewende/mobilitaet/raus-hier