Video World – „Stoppt den Verkauf von Genfood“

Groß und deutlich formulierten am gestrigen Samstagnachmittag die Umweltschützer von Greenpeace Berlin ihre Forderung gegenüber der Video World Kette. Stoppt den Verkauf von Genfood und nehmt endlich die Produkte von Reese’s, Hershey’s und Co. aus dem Sortiment!

Etwa 40 Aktive der Umweltschutzorganisation Greenpeace versammelten sich am Samstag vor der Video World Videothek in Schöneberg, Hauptstraße 10, um gegen die „Gensnacks“ zu demonstrieren. Diese Filiale gehört zu einer von mehreren, in der immer noch Schokoriegel verkauft werden, die mit gentechnisch veränderten Mais, Soja und Zucker hergestellt werden.

Seit mehr als zwei Jahren versuchen die Ehrenamtlichen, die Verantwortlichen von Video Wold zum Verzicht dieser umstrittenen Produkte zu bewegen. Per Gespräch, Brief und letztlich mehreren Protestaktionen, doch Herr Zachau, der Geschäftsführer blieb bisher unnachgiebig. Ginge es nach dem Willen der meisten Kunden und sogar dem vieler Angestellter, befänden sich die Riegel schon längst nicht mehr im Sortiment. Es stellt sich daher die Frage, warum Herr Zachau und sein Vertriebsleiter Herr Götzinger die Risiken in Kauf nehmen und die Umweltzerstörungen unterstützen, die der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen mit sich bringt.

Auf eine dieser negativen Umweltauswirkungen wiesen die Mitstreiter von Greenpeace Berlin am Wochenende hin. Mit einem Genmaisfeld, in dem tote Insekten lagen, wurde der Verlust der Artenvielfalt symbolisiert. Denn dem BT-Mais wurde ein Genkonstrukt vom Bacillust thuringiensis eingesetzt, wodurch permanent in jedem Teil der Pflanze ein Insektengift produziert und an die Umwelt abgegeben wird. Dieses Gift wirkt aber nicht nur auf die Schädlinge des Maises, sondern auch auf nützliche Insekten wie z.B.:  Schmetterlinge, Florfliegen und Honigbienen. Auch die Gefahr der unkontrollierten Auskreuzung und damit verbundenen möglichen Verdrängung anderer Arten, verringert die Biodiversität und damit die Grundlage unserer Ernährung.

Die Aktiven von Greenpeace Berlin bleiben weiter dran und werden versuchen die Geschäftsleitung zu einem Umdenken zu bewegen. Als größter DVD-Verleiher Berlins soll Video World endlich vom Negativbeispiel zum Unternehmen mit verantwortungsbewusstem Handeln gegenüber der Umwelt und seiner Kunden umsteigen, so wie es andere Videotheken auch tun.