Wechsel zu echtem Ökostrom
Energiewende heißt heute weit mehr als Atomausstieg: Wir müssen den Klimawandel bremsen, und das heißt in Deutschland vor allem Kohleausstieg. Seit Jahren bremst aber die Politik und gibt damit bisherige Zielsetzungen preis.
Deshalb ist dringend „Druck von unten“ nötig durch das Handeln der kleinen und großen VerbraucherInnen. Damit wird zugleich die dezentrale Energieerzeugung wie beispielsweise durch Stadtwerke und Genossenschaften gefördert.
Der Wechsel zu
echtem Ökostrom ist kinderleicht und ist inzwischen häufig sogar billiger als konventioneller Strom!

“Reine Energie” statt “Rainer, Energie!”
Mit unserem Kinospot „Rainer, Energie!“ wollen wir die BerlinerInnen zum Stromwechsel motivieren.
Der Spot wurde in unentgeltlicher Zusammenarbeit mit einem professionellen Filmteam und unter Mitwirkung der deutschlandweit bekannten Schauspielerin Anna Stieblich entwickelt. Er zeigt auf lustige Weise, wie rückständig Energie aus Kohle ist und ruft dazu auf, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln.
„Rainer, Energie!“ wird bald in einigen Berliner Kinos in der Werbephase zu sehen sein.
Sie sind KinobesitzerIn, wollen sich für die Energiewende und den Klimaschutz einsetzen und unseren Kinospot ausstrahlen? Kontaktieren Sie uns: oeffko[at]greenpeace.berlin

Was ist echter Ökostrom?
Echter Ökostrom stammt zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen. Dazu gehört die Stromerzeugung durch Windkraft an Land und auf See, Photovoltaik, Wasserkraft sowie Biomassekraftwerke, Geothermie und Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).
Aufgrund der steigenden Nachfrage nach grünem Strom versuchen viele Stromanbieter Tarife auf dem Markt zu platzieren, die nach Ökostrom aussehen. Häufig ist dies allerdings eine Mogelpackung. Der Strom dieser Anbieter kommt in der Regel nur zum Teil aus erneuerbaren Energiequellen oder wurde mit RECS- oder EECS-Zertifikaten erkauft, d.h. die Stromanbieter tragen nicht zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien bei.
Greenpeace hat strenge Kriterien erarbeitet, die festlegen, was einen echten Ökostromanbieter ausmacht.
Eine ausführliche Auflistung dieser Kriterien finden Sie hier. 

Wie funktioniert der Stromwechsel?
Den Stromanbieter zu wechseln ist kinderleicht.
Die Kampagne
Atomausstieg-selber-machen gibt auf ihrer Webseite wertvolle Tipps und stellt Anleitungen und Preisvergleiche der Ökostromanbieter bereit.
Achten Sie beim Stromwechsel darauf, einen Ökostromanbieter zu wählen, der echten Ökostrom anbietet! Nur so können Sie sicher gehen, dass Sie ihr Geld nicht an einen Anbieter überweisen der auch Atom- oder Kohlekraftwerke betreibt.

Ökostromanbieter
Folgende vier deutschlandweite Anbieter erfüllen alle Greenpeace-Kriterien für echten Ökostrom und werden von uns empfohlen:

Elektrizitätswerke Schönau
Die Elektrizitätswerke Schönau sind 1991 aus einer Bürgerinitiative entstanden, die sich nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl u.a. gegen Atomkraft und für das Stromsparen einsetzte. 1997 gelang es den Bürgerinnen und Bürgern, das Stromnetz ihrer Stadt zu übernehmen und selbst zum Energieversorger zu werden.
Greenpeace Energy
Greenpeace Energy ist 1999 aus einer Kampagne der Umweltschutzorganisation Greenpeace e.V. hervorgegangen. Die Energiegenossenschaft versorgt ihre KundInnen mit Ökostrom und Windgas, baut selbst Kraftwerke und setzt sich dafür ein, die Energiewende auch auf politischer Ebene voranzutreiben.
Lichtblick
Lichtblick wurde 1998 von engagierten UnternehmerInnen gegründet. 2010 hat Lichtblick begonnen, die ersten von 100.000 gasbetriebenen “Zuhause Kraftwerken” zu installieren, die in Privathäusern Strom und Wärme liefern und nach dem “SchwarmStrom”-Konzept zu einem intelligenten, virtuellen Kraftwerk zusammengeschaltet sind.
Naturstrom
Naturstrom wurde 1998 von Mitgliedern verschiedener Umweltverbände gegründet. Das Unternehmen investiert von jeder verkauften Kilowattstunde Strom mind. 1 Cent in den Ausbau erneuerbarer Energien. Naturstrom bezieht den Großteil des Stroms direkt bei Betreibern von dezentralen Wind- und Wasserkraftwerken in Deutschland.