Kleiner Naturspaziergang an der Krummen Lake, Grünau

Der Samstag könnte kaum frühlingshafter sein, als wir uns am 04.04. an der Schappachstraße treffen.

André, der Herpetologe und Arachnologe mit Vorliebe für botanische Phylogenetik und Kladistik erklärt uns gleich, dass wir leider keine Amphibien sehen werden. „Normalerweise gibt es hier Moorfrösche und Kreuzkröten“, erklärt er. „Aber die wandern erst, wenn es etwa 10 Nächte mindestens +5° C hat.“ Dafür kündigt er viel Schönes an, „und einiges zum Naschen.“

Und so spazieren wir als kleine Gruppe an der Krummen Lake, am Grundwasser-Schutzgebiet, entlang.

Und es gibt tatsächlich einiges zu naschen: Der Berliner Bärlauch schmeckt einigen zu scharf, für mich lecker wie Schnittlauch. Dafür hält sich meine Leidenschaft für Brennnesselblätter in Grenzen – vorher gerollt, damit sie nicht stechen.
Wir probieren einige junge Blätter der Buche und Haselnuss und einige Blüten von Mandelbaum und Apfel.

Dazwischen erfreuen wir uns an Krokus, Blaublühenden Sternen und Labkraut am Wegrand.

Auch an Fauna gibt es einige zu entdecken:
Eine Baumhummel fliegt vorbei, gefolgt von Pfauenauge und Zitronenfalter. Auf dem Boden krabbeln Listspinnen, Wasserkreuzspinnen und Streckspinnen.
Verschiedene Vögel begleiten uns mit ihrem Gesang.
Von Bibern sehen wir nur einzelne Spuren, Ringelnatter und Enten dagegen heute leider nicht.

In ein paar Wochen, verspricht unser naturkundlicher Führer, wird es hier ganz andere Schönheiten und Wunder zu sehen und entdecken geben. Amphibien, Vögel, Brombeeren, Löwenzahn…
Viele andere Dinge zum Erkunden und Naschen.
Na da freuen wir uns drauf!